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Neue Anbaumethoden zum Schutz von

Bestäubern zur Stabilisierung der Agrar-Ökosysteme

 in Kamerun
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Der Hintergrund

In Subsahara-Afrika besteht die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung aus Kleinbäuerinnen und -bauern, die Subsistenzwirtschaft betreiben, während sich in der näheren Umgebung häufig großflächige Monokulturplantagen befinden, die großen Konzernen gehören. Hinzu kommt, dass diese großflächigen Monokulturplantagen oft nur eine oder zwei Bestäubergruppen für ihre Betriebe identifizieren können. Für Kleinbetriebe, die auf derselben kleinen Fläche viele verschiedene Kulturen anbauen, ist dies nicht praktikabel. Kulturpflanzen wie Tomaten, Gurken oder Paprika haben unterschiedliche Blütezyklen mit besonderen Anforderungen an bestimmte Bestäuber. Insekten wie Bienen, Käfer oder Schmetterlinge spielen eine unverzichtbare Rolle in der Pflanzenproduktion, und ihr Beitrag ist entscheidend für die Sicherung einer breiten Palette nährstoffreicher Lebensmittel in der menschlichen Ernährung, wie Obst, Gemüse und Marktfrüchte. Alarmierende Berichte über den Rückgang der Bestäuber-Populationen und -vielfalt in den letzten Jahren haben jedoch zu erheblichen Ertrags- und Einkommensverlusten für die Landwirte geführt. Aktivitäten wie der Einsatz von Breitbandinsektiziden durch Landwirte auf und um ihre Felder, die Rodung natürlicher Vegetation, um Platz für großflächigen Ackerbau und den Bau von Lebensraum zu schaffen, sowie klimabedingte Veränderungen der Wetterverhältnisse werden als Hauptfaktoren für diesen Rückgang der Bestäuber-Populationen genannt.

"Die Landwirtschaft leidet unter hohem Preisdruck und Unsicherheit. Dies betrifft auch den globalen Süden: Kleine Produzierende dort haben es besonders schwer, faire Preise und existenzsichernde Einkommen zu erzielen. Die Vermachtung der Lieferketten begünstigt schlechte Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen. Der starke Kostendruck...erschwert zudem Maßnahmen für den Umweltschutz: die nötigen Investitionen für Klimaschutz, Tierwohl und Biodiversität in der Landwirtschaft sind unter diesen Bedingungen schwer umsetzbar."

Rebalance Now 2026, "Marktmacht und ihre Folgen"

Das Lehrforschungsprojekt

Die Aufgabe im Projekt besteht in der Ermittlung des Zustands von bestäubungsabhängigen Kulturpflanzen und einer Bewertung, wie sich der Rückgang der Bestäuber auf die Ertragsstabilität und die klimabedingte Anfälligkeit von Kleinbauernbetrieben in der gesamten Region auswirkt.

In der Folge sollen die Auswirkungen - sowohl einer ökologisch verträglichen Unterstützung der Bestäuber auf die Ernteerträge einerseits als auch die negativen Auswirkungen konventioneller Praktiken wie Pestizideinsatz andererseits - bewertet werden.

Zudem soll die Klassifizierung alternativer Pflanzenarten zur Erhaltung der Bestäuber-Populationen zu einer Stärkung der agrar-ökologischen Systeme beitragen und die langfristige Klimaresilienz verbessern.

Die neu zu entwickelnden Konzepte für die Stabilität und Produktivität kleinbäuerlicher Anbausysteme sollen schließlich an die örtlichen Landwirt*innen vermittelt werden.

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Die vier Studierenden (Mitte) und zwei Supervisoren (links und rechts (© 3 E's 4 Africa e.V., 2026)

Unsere Stiftung

Wir erkennen mit unserer Förderung die drei primären Ziele von 3 E's 4 Africa an:

  • Finden lokaler Lösungen für lokale Probleme zur Unterstützung der Bevölkerung bei der Schaffung eines Bewusstseins für Umwelt- und Klimaschutz

  • Möglichkeit für die Studierenden, praktische Erfahrungen während des Studiums zu sammeln und im Idealfall wirtschaftliche Perspektiven für sich selbst und ihre Region aufzubauen

  • Chance für Äthiopien, mit den Studierenden Changemaker für einen nachhaltigen Wandel im eigenen Land zu gewinnen

Langfristig nachhaltig im Sinne der SDGs (Sustainable Development Goals) sind insbesondere die folgenden Aspekte: 

  • Vermeidung von Hunger, da das Projekt sich der wissenschaftlichen Forschung zur Nahrungsmittelknappheit widmet, und somit nachhaltig zur Bekämpfung von Hunger in diesen Regionen beitragen soll

  • hochwertige Bildung, da es sich um ein Forschungsprojekt handelt, bei dem die Studierenden Fähigkeiten bezüglich einer nachhaltigen Entwicklung in ihrem Land erlangen

  • Klimaschutz, da das Ziel des Projektes ist, Folgen des Klimawandels in den Zielregionen auszuarbeiten, um Klimamaßnahmen zu ergreifen

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Eine Stimme aus dem Projektteam: "Die Entwicklung und Einführung umweltfreundlicher traditioneller Anbaumethoden soll die Abhängigkeit von Agrochemikalien verringern, deren schädliche Auswirkungen auf Ökosystemleistungen und die Biodiversität mindern und die langfristige ökologische Nachhaltigkeit fördern."

Wissenschaftliche Kompetenz

Vier Masterstudierende des agrarwissenschaftlichen Bereichs der Universität Buea in Kamerun haben es sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Erkenntnisse über die Auswirkungen des Bestäuber-Managements in verschiedenen Anbausystemen zu gewinnen und durch die Entwicklung einheitlicher Konzepte die Ernteerträge und den Lebensunterhalt für Kleinbäuerinnen und -bauern nachhaltig zu sichern.

Sie werden durch zwei an der Hochschule arbeitende Supervisoren vor Ort angeleitet und durch weitere Lehrbeauftragte und externe Berater unterstützt.

Als lokale Partnerorganisation unterstützt die NGO Association pour le Développement Durable (ADD) das Projekt.

Info zum Projekt auf der Seite von 3E's 4 Africa (in Vorbereitung):

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(© Google Maps 2026)

3 E's 4 Africa e.V.

3 E's 4 Africa ist ein gemeinnütziger Verein und führt Aktivitäten und Projekte zur Förderung der Bildung (Education) afrikanischer Studierender und Promovierender durch. Er widmet sich der Befähigung (Empowerment) oben genannter afrikanischer Studierender und Promovierender an Hochschulen in Afrika und der Umweltverträglichkeit (Ecofriendliness) der geförderten Forschungsprojekte. Aus diesen drei Säulen ist der Name 3 E’s 4 Africa gewachsen. Die ursprüngliche Idee und somit das Fundament für die Vereinsgründung ist auf einen kamerunischen Studenten zurückzuführen.

Haben Sie ein interessantes Projekt, möchten Sie selbst aktiv werden, sich mit uns und unseren Partnern vernetzen oder uns unterstützen?

 

​Kontaktieren Sie uns: info@innovationzukunft.org​​

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