google-site-verification=KEcuRy0T9GVpbSVWXBHDCetBy8xRf_Wjj5gSZo3bw48
top of page

Biotransformation von Fackel- und Deponie-Gas zu grünem Plastik

in Nigeria
Ziele_für_Nachhaltige_Entwicklung.png
Ziele_für_Nachhaltige_Entwicklung.png
Goal_5_edited.jpg
Ziele_für_Nachhaltige_Entwicklung.png

"Der Abfall der einen ist der Rohstoff der anderen. Ressourcenrückgewinnung ist ein Konzept, demzufolge bestimmte Materialien aus vermeintlichem Abfall wiedergewonnen werden, um sie einem neuen Nutzen zuzuführen. Kompostierung, Recycling oder Ressourcenextraktion zur Energiegewinnung sind bekannte Beispiele. Auf diesem Wege soll die Ressourceneffizienz von bestehenden Produkten maximiert, sowie die Entstehung von Abfall reduziert bzw. sogar verhindert werden."

Gemeinwohl-Ökonomie, ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft

SDG 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur.jfif

Gefackeltes Erdgas ist ein Nebenprodukt, das bei der Förderung von Erdöl anfällt und aufgrund der Unwirtschaftlichkeit in der Regel nicht weiterverarbeitet wird. Ein Team aus sechs Studierenden möchte Methan aus gefackeltem Erdgas und aus Deponieabgasen (die z.B. durch den biologischen Abbau von organischen Substanzen entstehen) rezyklieren. Dieses Methan wird im nächsten Schritt zu Polyhydroxybutyrat (PHB) weiterverarbeitet, einem biologisch abbaubaren Polymer, das durch bakterielle Fermentationsprozesse synthetisiert wird. Durch das Recyclen von Methan werden gesundheits-, und umweltschädliche Emissionen vermieden und gleichzeitig wird als Beitrag zur Kreislaufwirtschaft mit dem Bio-Kunststoff PHB ein neues Produkt hergestellt, das konventionelle, aus Erdöl hergestellte Kunststoffe wie PP und PE ersetzt.

 

Obwohl das Abfackeln von Erdgas in Nigeria seit 1984 gesetzlich verboten ist, zählt das Land zu den zehn Nationen mit der höchsten Abfackelrate. Die Folge ist eine erheblich beeinträchtigte landwirtschaftliche Produktivität im Nigerdelta durch Erhöhung der Bodentemperatur, Entstehung von saurem Regen und dadurch stark reduzierten Ernteerträgen. Die gesundheitlichen Folgen sind ebenfalls verheerend. Die Menge an Feinstaub, der in die Lunge gelangen kann, übersteigt die von der WHO als sicher empfohlenen Werte um das Doppelte bis Vierfache. 
Die Beendigung dieses Prozesses könnte das Leben Tausender Nigerianer verbessern und künftige Generationen vor Gesundheitsproblemen und Umweltschäden schützen.

Bioreaktor_Wikipedia.jpg

Beispielbild (© Wikimedia Commons, Urheber Annette Hohe - ReskiLab, University of Freiburg Ralf_Reski, CC BY-SA 4.0)

Unsere Stiftung

Wir erkennen mit unserer Förderung die drei primären Ziele von 3 E's 4 Africa an:

  • Finden lokaler Lösungen für lokale Probleme zur Unterstützung der Bevölkerung bei der Schaffung eines Bewusstseins für Umwelt- und Klimaschutz

  • Möglichkeit für die Studierenden, praktische Erfahrungen während des Studiums zu sammeln und im Idealfall wirtschaftliche Perspektiven für sich selbst und ihre Region aufzubauen

  • Chance für Nigeria, mit den Studierenden Changemaker für einen nachhaltigen Wandel im eigenen Land zu gewinnen

Langfristig nachhaltig im Sinne der SDGs (Sustainable Development Goals) sind insbesondere die folgenden Aspekte: 

  • Beitrag zu einem gesünderen Leben durch Abfallvermeidung und Umwandlung von gesundheitsschädlichen Rückständen

  • hochwertige Bildung, da es sich um ein Forschungsprojekt handelt, bei dem die Studierenden Fähigkeiten bezüglich einer nachhaltigen Entwicklung in ihrem Land erlangen

  • Klimaschutz, da das Ziel des Projektes ist, Folgen des Klimawandels in den Zielregionen auszuarbeiten, um Klimamaßnahmen zu ergreifen

Wir finanzieren die Durchführung des studentischen Projekts zu je gleichen Teilen zusammen mit der Cordes & Graefe Stiftung.

Cordes Graefe Stiftung.png
Nigeria Team.jpg

Das Projektteam (© 3 E's 4 Africa e.V., 2024)

3E's 4 Africa

hat für dieses Forschungsprojekt in einem standardisierten Bewerbungsprozess sechs Studierende aus den Fachbereichen Mikrobiologie und Pharmazie ausgewählt, die während der gesamten Projektdauer durch Mitglieder von 3 E's 4 Africa e.V., vor allem aber auch durch Mentor*innen und Wissenschaftler*innen vor Ort unterstützt und betreut werden.

Die Supervisorin Dr. Onyetugo Chioma Amadi ist Professorin an der renommierten University of Nigeria Nsukka. Sie hat in den Bereichen Mikrobiologie und Biotechnologie bereits vielfach in hoch angesehenen Zeitschriften wie “nature ecology & evolution” publiziert.

Mehr zum Projekt auf der Seite von 3E's 4 Africa in Vorbereitung.

Landkarte.png

(© Google Maps, 3 E's 4 Africa e.V., 2024)

Zitat Icon.png

Eine Stimme aus der Bewerbung des Projektteams: "Wenn es unserem Team gelingt, die Forschung erfolgreich abzuschließen und die Lösung in einem Start-Up zu kommerzialisieren, hätten wir das Potenzial, Umweltprobleme weltweit zu lösen und dabei auch bedeutende wirtschaftliche Auswirkungen zu erzielen."

3 E's 4 Africa e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und führt Aktivitäten und Projekte zur Förderung der Bildung (Education) afrikanischer Studierender und Promovierender durch. Er widmet sich der Befähigung (Empowerment) oben genannter afrikanischer Studierender und Promovierender an Hochschulen in Afrika und der Umweltverträglichkeit (Ecofriendliness) der geförderten Forschungsprojekte. Aus diesen drei Säulen ist der Name 3 E’s 4 Africa gewachsen. Die ursprüngliche Idee und somit das Fundament für die Vereinsgründung ist auf einen kamerunischen Studenten zurückzuführen.

Contimi Kenfack Mouafo, 3 E's 4 Africa

Die Innovation und Zukunft Stiftung gratuliert zur Ehrung als "Student des Jahres" 2024 für die Gründung des Vereins 3 E's 4 Africa.

Deutsches Studierendenwerk und Deutscher Hochschulverband ehrten den aus Kamerun stammenden Contimi Kenfack Mouafo, Student der Elektrotechnik an der RWTH Aachen, als „Student des Jahres“ 2024.

Bei 3 E's 4 Africa unterstützen internationale Studierende mit unterschiedlichsten fachlichen Kompetenzen in Deutschland Kommiliton*innen in Afrika, die vor Ort Aufklärung und Forschungsprojekte zu den Themen Energiewende, Klimawandel-bekämpfung und -anpassung betreiben. Afrikanische Studierende und Promovierende sollen dazu befähigt werden, selbst über eigene Forschung innovative und nachhaltige Lösungen für ihren Kontinent zu entwickeln und damit zugleich einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen zu leisten.

bottom of page