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Die Westgärten im Westpark

Begegnungs- und Wohlfühlort für Nürnberg
SDG 3 Gesundheit und Wohlergehen.jpg
SDG 4 Hochwertige Bildung.jfif
SDG 10 Weniger Ungleichheiten.jfif
SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden.
SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz.jfif
SDG 16 Frieden, Gerechtigkeit.jfif
Projektstopp

Abriss der ehemaligen Gärtnerei durch die Stadt Nürnberg/SÖR

bedeutet:
keine Westgärten für den Westpark

aber:
wir arbeiten an einer Alternative!

 
Gemeinschaftsgarten nach Vorbild von Malmö

Mit dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey in Sündersbühl hat die Stadt Nürnberg ein über 7.000qm großes Areal erstanden, das entsiegelt und in den Westpark integriert werden soll. Die Idee der Stadt, das Gelände zu begrünen und gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, war auch das zentrale Element unseres Konzepts.

Unser Vorschlag sah eine modifizierte, zukunftsweisende und nachhaltige Nutzung vor. Als Vorbild diente das erfolgreiche Community-Projekt des „Schlossgartens“ im schwedischen Malmö, der Grüne Lunge, Begegnungsort, Oase und Gemeinschaftsgarten mitten in der Stadt ist und dort das Miteinander nachhaltig bereichert. Seit über 25 Jahren kann man in dem offenen, biologisch betriebenen parkartigen Garten die sich ändernden Jahreszeiten erleben und selbst aktiv werden. Die Anlage besteht aus einer Vielzahl kleinerer Gärten mit verschiedenen Themen und Funktionen (z.B. Insektenfreundlichkeit, Trockenheitsresistenz, Klimagarten, Heilkräutergarten etc.). Auf den Freiflächen dazwischen wachsen verschiedene Pflanzen, Obst und Gemüse. Zentrales Element des Schlossgartens ist das Café als Begegnungsort. Der gesamte Schlossgarten wird mit Unterstützung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen aus der Bevölkerung (Schulklassen, Vereine, Angestelltengruppen aus Firmen, sonstige städtische Akteur*innen) von der Stadt Malmö betrieben.

Die Fläche der ehemaligen Gärtnerei im Westpark war für eine ähnliche Nutzung ideal, verfügte sie doch über eine funktionstüchtige Infrastruktur und viel freie Fläche - und dies in einem dicht besiedelten Stadtteil, deren Bewohner*innen bisher wenig öffentliche Begegnungsräume haben.

Wir wollten mit den Westgärten einen sozial-urbanen Raum schaffen, wo sich Menschen begegnen und gerne aufhalten, gemeinsam gärtnern, pflanzen, ernten und lernen, wie man die Welt schöner und besser machen kann.

Grafik Kurzkonzept_edited.jpg

(© Birgit Nadrau und Miriam Wolf)

Westgärten-Broschüre Cover.jpg
Forschung zum städtebaulichen und landschaftsarchitektonischen Potenzial des Ortes

In Vorbereitung einer zukunftsweisenden Nutzung des ehemaligen Gärtnereigeländes nach Malmöer Vorbild hat sich die TH Nürnberg Ohm mit den Potenzialen der Fläche auseinandergesetzt. Ein Lehrforschungsseminar im Masterstudiengang Architektur hat im Sommersemester 2024 dazu folgende Fragen gestellt:

  • Wie kann die ehemalige Gärtnerei ein Teil des Westparks werden?

  • Welche klimatisch-ökologischen Potentiale stecken in der Fläche?

  • Welche Impulse können dem Westpark mit neuen Nutzungen gegeben werden?

  • Welche städtebaulichen Maßnahmen helfen umliegende und potentiell neue Wohngebiete mit dem Westpark zu verzahnen?

  • Welche Nutzung(en) unterstützen die Ziele des Leitbildes der europäischen / der nachhaltigen Stadt in Zeiten des Klimawandels?

  • Wie können neue Nutzungen auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei als Westgärten im Westpark Mehrwerte generieren?

Angesichts eines unaufhaltsam fortschreitenden Klimawandels waren auch auf Fragen der Klimaresilienz, des Temperaturausgleichs, der Biodiversität, des Bodenaufbaus und einer zukünftigen Nahrungsmittelproduktionen auf allen Ebenen der Planungen angemessene Antworten zu finden. Auch im Architekturdiskurs wird nicht erst seit der Denkmalschutzbewegung der 1970er Jahre über das Weiterleben des baulichen Bestandes diskutiert. Oft hilft bei diesen Transformationsprozessen auch ein Konzept der Zwischennutzung, das einer Parkgestaltung neue Impulse verleihen kann.

 

Beschreibung des Projekts bei der TH Nürnberg

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(© Team Prof. Burgstaller, TH Nürnberg: Schlusspräsentation Juli 2024)

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Planung der Umgestaltung des Westparks und Integration der ehemaligen Gärtnerei

​Hierzu gab es ab 2025 einige gemeinschaftlichen Veranstaltungen der Stadt Nürnberg (SÖR), der TH Nürnberg (OHM) und der Innovation und Zukunft Stiftung.

  • 22. Juli 2025​: Das Jugendamt der Stadt Nürnberg und SÖR organisierten eine Beteiligungsveranstaltung an der Spielplatzplanung im östlichen Teil des Westparks für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren, um deren Wünsche und Ideen zu sammeln. Treffpunkt war der Weltacker im Westpark, Herzog-Bernhard-Str. 70

  • 12. - 25. September 2025: Die Ausstellung der studentischen Gestaltungsvorschläge zur Westpark-Erneuerung im Masterseminar Studio Stadt der TH Nürnberg fand im offenen Büro des Stadtplanungsamts der Stadt Nürnberg statt.

  • ​17. November 2025: Eine von SÖR initiierte Bürger*innen-Beteiligung zur Umgestaltung des Westparks wurde in den Räumlichkeiten der Villa Leon abgehalten.

Abriss der Gärtnerei - Ende des Projekts der Westgärten

Entgegen aller Bemühungen - auch seitens der Bürgervereine Leonhard/Schweinau und Nürnberger Westen - wurde die alte Gärtnerei mit allen Gewächshäusern und einem gut erhaltenen Wohnhaus von SÖR (Service Öffentlicher Raum) dem Erdboden gleich gemacht. Das Gelände soll irgendwann Teil des Westparks werden. Unsere Ideen zum Erhalt der Gebäude und einer nachhaltigen Nutzung im Sinne einer intakten Natur unter Einbindung der anwohnenden Bevölkerung wurden abgelehnt, obwohl wir den Unterhalt der Anlage hätten gewährleisten können.

Die große grüne Oase der Westgärten im Herzen Nürnbergs wird es daher nicht geben. Chancen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen wie Gesundheit und Wohlergehen, nachhaltige Städte und Gemeinden, aber auch Bildung, Klimaschutz, weniger Ungleichheiten und ein friedliches Miteinander - hat die Stadt Nürnberg unverständlicherweise vertan.

Vor dem Abriss

20240328_091300_Mittel.jpg

(© Barbara und Manfred Schmitz, Innovation und Zukunft Stiftung)

So hätte es aussehen können...

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(© Barbara und Manfred Schmitz, Innovation und Zukunft Stiftung; Slottstradgarden Malmö)

Nach dem Abriss

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(© André Winkel, Stadt Nürnberg)

...und so

Garten Malmö klein.jpg

(© Barbara und Manfred Schmitz, Innovation und Zukunft Stiftung; Slottstradgarden Malmö)

Haben Sie ein interessantes Projekt, möchten Sie selbst aktiv werden, sich mit uns und unseren Partnern vernetzen oder uns unterstützen?

 

​Kontaktieren Sie uns: info@innovationzukunft.org​​

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