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Bildung und Zukunftskompetenzen

für nachhaltiges Wirtschaften - "Curriculum Z."

Klassische BWL-Studiengänge sind maßgeblich durch Annahmen, Methoden und Modelle geprägt, die einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Wirtschaftsweise nicht gerecht werden können. Damit wird jedes Semester Zeit vergeben, junge Menschen adäquat auf zukünftige, immer drängendere Herausforderungen vorzubereiten und entsprechende Kompetenzen zu vermitteln.

Die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) der Vereinten Nationen werden durch die aktuellen Beiträge von Staaten, Kommunen und Organisationen nicht erreicht. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Problemen und Lösungsmöglichkeiten liegen seit Jahren vor und werden zunehmend ausdifferenzierter. Konträr dazu mangelt es gleichzeitig an konkreten Umsetzungsmaßnahmen, die große gesellschaftliche, kulturelle und psychosoziale Herausforderungen mit sich bringen.

 

Die Erarbeitung und Vermittlung von Zukunftskompetenzen für Transformation und nachhaltiges Wirtschaften stellt somit den zentralen Gegenstand dieses Pilotprojekts dar.

Das Forschungsprojekt „Curriculum Z.“

Aktion, also Umsetzung von Maßnahmen zur Erreichung der SDGs erfordert Kompetenzen und Ressourcen. In der Hochschulbildung soll nun in die Entwicklung und Vermittlung von Kompetenzen zum Umgang mit zukünftigen, zum Teil noch unbekannten Herausforderungen in Ökonomie und Betriebswirtschaft investiert werden.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird insbesondere auf soziale und kulturelle Innovationen setzen. Es richtet sich an folgenden grundlegenden Fragestellungen aus:

  • Welche Kompetenzen und Fertigkeiten benötigen (angehende) BetriebswirtInnen und Menschen mit marktlichen, haushalterischen Aufgaben, um eine sozial-ökologische Transformation partizipativ und wohlfahrtsorientiert zu gestalten?

  • Wie sind Inhalte, Theorien und Modelle der Wirtschaftswissenschaften mit ihren Lösungsansätzen und speziell die Betriebswirtschaft mit ihrer Funktionallehre in den jeweiligen Fächern weiter zu entwickeln?

  • Wie werden diese Kompetenzen methodisch-didaktisch am besten vermittelt und wie werden Lernende dazu motiviert, sich diese umsetzungsorientiert anzueignen?

Damit ist das Ziel verbunden, exemplarische und konkrete Lehrveranstaltungen zu entwickeln, die als Piloten dienen und mit Studierenden interaktiv und reflexiv ausgearbeitet werden. Neben einem Studium Fundamentale und jüngeren Disziplinen wie Ökosystem- oder Reproduktionswirtschaft werden „Klassiker“ der BWL so weiterentwickelt, dass sie zu einem Wirtschaften im Rahmen der planetaren Grenzen beitragen können.

Der junge betriebswirtschaftliche Bachelor-Studiengang „Management in der Biobranche“ (B.A.) der Technischen Hochschule Nürnberg am Standort Neumarkt (OPf.) eignet sich in besonderer Weise als Pilot und Modell zur Erforschung, Entwicklung und Erprobung substanziell nachhaltiger Ansätze in Forschung und Lehre.

Unsere Stiftung

Um unseren Planeten für die Menschheit lebenswert zu erhalten, kommen wir um einen neuen Denkansatz im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens nicht herum. 

Wir möchten mit diesem Projekt einen Lehransatz praktisch unterstützen, der von unseren planetaren Grenzen und deren funktions- und reproduktionsfähigen Ökosystemen seinen Anfang nimmt. Zukünftig geltende Modelle und Theorien der Ökonomie und letztlich auch der BWL sollten sich davon ableiten lassen und auch die sozialen Dimensionen unserer demokratisch-humanistischen Werte berücksichtigen.

 

Innovativ und zukunftsorientiert finden wir an „Curriculum Z.“ insbesondere:

  • Die Verbindung von geistes-, natur- und betriebswirtschaftlichen Inhalten als umfassende Grundlage zu konstruktiv-kritischem Denken, um nachhaltigkeitsspezifisches Handeln zu fördern.

  • Die Eignung des Projekts als exemplarisches Studienmodell. So kann es als Pilot auf andere Hochschulen bzw. Studiengänge übertragen werden und auch für die berufliche Fortbildung von Betriebswirten nutzbar sein.

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Die Technische Hochschule Nürnberg ist ein wichtiger Innovationsmotor für die Metropolregion Nürnberg und mit 13.000 Studierenden bundesweit eine der größten Hochschulen ihrer Art. Sie entwickelt Ideen und innovative Lehrkonzepte für die Welt von heute und morgen und forscht zu den Schlüsselfragen unserer Gesellschaft. Neben den Fakultäten entsteht in den Kompetenzzentren, Instituten und interdisziplinären Forschungsplattformen wie dem EnergieCampus und dem Nuremberg Campus of Technology (NCT) erfolgreiche Forschung.

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Prof. Dr. Jan Niessen, Studiengangsleiter, Professur für Strategische Marktbearbeitung in der Biobranche und Allgemeine BWL:

"Wir haben in vielen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft weniger Erkenntnisdefizite, sondern viel mehr Umsetzungsdefizite. Deshalb freut es mich außerordentlich, mit dem Projekt auch selbst aus Komfortzonen und Routinen herauszutreten und die Umsetzung forschend in den Blick zu nehmen. Das ist hoch aktuell und passt zur Betonung von Nachhaltigkeit in der bayerischen Hochschulreform und zur Decade of Action der Vereinten Nationen in den 2020ern." 

Zum Profil von Prof. Dr. Jan Niessen an der TH Nürnberg