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Der Weltacker für Nordbayern

in Nürnberg

Der Weltacker (www.2000m2.eu) ist ein Projekt der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und teilt die weltweit verfügbare Ackerfläche durch die Zahl der Menschen auf der Erde. So stehen jeder/m einzelnen von uns theoretisch 2000 m² zur Verfügung. Darauf muss wachsen, was uns ernährt und versorgt: Getreide, Gemüse und Obst, Futterpflanzen für Tiere, Zuckerrüben für den Zucker im Kaffee, Baumwolle für T-Shirts, Sonnenblumen für Speiseöl oder Raps für Biodiesel. Die zukünftige Fruchtbarkeit und die biologische Vielfalt der Böden dieser Erde hängen davon ab, wie wir mit ihnen umgehen – wie wir den Boden bearbeiten, die Pflanzen behandeln und die Ernte verarbeiten.

Das Projekt Weltacker führt die globalen Herausforderungen auf ein menschliches Maß zurück und macht sie damit praktisch begreifbar. Zu den „eigenen“ 2000 m² kann man eine Beziehung aufbauen, Natur erfahren, Ernährung und Konsum hinterfragen, über landwirtschaftliche Produktionsmethoden lernen, Zusammenhänge begreifen….und: Verantwortung übernehmen.

Wie in Berlin könnten auch in Nürnberg die Ackerkulturen dieser Erde im gleichen Verhältnis angebaut werden, wie sie auf den Feldern weltweit wachsen – die ganze Welt auf einem Acker.

Illustration mit freundlicher Genehmigung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft (Grafik: annikahuskamp.com)

Das Projekt SDGs go local, Bluepingu e.V.

beabsichtigt, gemeinsam mit der Innovation und Zukunft Stiftung einen Weltacker für Nürnberg zu etablieren und zu betreiben. Bluepingu wird für die Organisation des Projekts und eines vielfältigen Angebots an kulturellen, integrativen und Lerninhalten verantwortlich zeichnen.

Der Weltacker ist – ganz in Einklang mit dem Selbstverständnis von Bluepingu – ein Projekt zum Mitmachen, bei dem sich anschaulich vermitteln lässt, was ein nicht nachhaltiger Umgang mit unserer Versorgung bewirken kann.

Am Lernort Weltacker wird vermittelt, wie die gesamte Menschheit gesund und gerecht versorgt werden kann – in Einklang mit Umwelt und Natur - zum Wohle aller!

  • Was und wieviel wächst auf 2000m2 - und zu welchem Preis?

  • Monokulturen und maximaler Ertrag erfordern meist auch einen hohen Anteil an Düngemitteln, Pestiziden und Energie - welche Alternativen gibt es dazu?

  • Warum muss die EU noch Fläche "importieren", wo doch unsere Äcker hinsichtlich Klima, Wasser und Fruchtbarkeit begünstigt sind – und wer hat dann weniger als 2000m2 zur Verfügung?

  • In der EU wird pro Jahr knapp eine Tonne Lebensmittel verbraucht – das entspricht 3500 Kilokalorien am Tag, die aber keine/r isst...

  • ....denn: vom Acker bis zum Teller wird die Hälfte aller Lebensmittel entweder nicht geerntet oder weggeworfen - muss das sein?

  • Ca. 40% aller Treibhausgasemissionen sind verbunden mit der Art und Weise, wie wir essen, unsere Lebensmittel transportieren, wegwerfen und herstellen - was können wir tun?

  • Mit dem Äquivalent von 2000m2 kann Kraftfutter für zwei Schweine produziert werden oder Bio-Sprit für eine Hin- und Rückfahrt Berlin – Neapel mit einem gängigen PKW - aber was essen wir?

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VIDEO: "Die Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels" (Fridays for Future Online-Kongress #wirbildenzukunft) - ein Angebot des Online-Weltackers für die Sekundarstufe

Barbara Schmitz, Vorstand Innovation und Zukunft Stiftung: „Für unsere Stiftung stellt der Weltacker weit mehr dar als  das - an sich schon essentielle - Anliegen der gesunden Ernährung der Weltbevölkerung. Er steht stellvertretend für ein global gerechtes Miteinander und die große Hoffnung, eines Tages ohne kriegerische Auseinandersetzung um knappe Ressourcen auf dieser Erde leben zu können. “

Der Pankower Weltacker beim Erntedankfest 2018 (mit freundlicher Genehmigung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft; Foto: Volker Gehrmann)

Unsere Stiftung

beabsichtigt, einen solchen Weltacker zusammen mit dem Projekt SDGs go local des gemeinnützigen Vereins Bluepingu e.V. für die Nürnberger*innen und alle interessierten Besucher*innen aus Stadt und Land zu errichten. Hierfür übernehmen wir die Erst- und Unterhaltungskosten sowie die Personalausgaben.

Angesichts von Klimawandel und Überbevölkerung wollen wir in Anknüpfung an Nürnbergs jahrhundertealte Gartenkultur mit diesem Projekt zeigen und Mut machen, wie alle Menschen auf diesem Planeten gut überleben können – sofern jede/r einzelne von uns nachhaltig mit der Natur und ihren Ressourcen umgehen.

Mit unserem Weltacker bieten wir Nürnberg ein Alleinstellungsmerkmal in Franken und machen die Stadt zu einem Leuchtturm bei der Verfolgung der Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals - SDGs):

  • Der Weltacker bietet eine praktische, "greifbare" Plattform zur Auseinandersetzung mit Klima, Umwelt, Gesundheit, Armut, Hunger, gerechter Verteilung und nachhaltigem Konsum/Produktion.

  • Der Weltacker stellt eine grüne Oase in einer attraktiven Großstadt dar und trägt so zu Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Einwohner*innen bei.

  • Der Weltacker ist Kultur- und Begegnungsstätte, der Generationen, unterschiedlichste soziale Schichten und Menschen jedweder Herkunft vereint.

Kinder entdecken die Ackerkulturen des 2000m²-Weltackers (mit freundlicher Genehmigung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft; Foto: Lichtschwaermer)

Anbaubeispiel für einen Kartoffel-Erbsen-Linsen-Eintopf auf dem Weltacker (mit freundlicher Genehmigung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft)

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Der gemeinnützige Verein versteht sich als regionaler Kompass für alle Menschen, die für eine ökologische und faire Zukunft tätig werden möchten. Als Teil des globalen Transition Town Netzwerkes leistet Bluepingu einen kulturübergreifenden Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung unserer Lebensbedingungen.

Katrin Schwanke, Projektleiterin von SDGs go local, des Mitmach-Pilotprojekts zur Etablierung der Nachhaltigkeitsziele in der Bevölkerung von Bluepingu e.V.: „Mit dem Weltacker für Nürnberg hat die Stadt die Gelegenheit, vorbildhaft zu zeigen, wie urbane Stadtgestaltung in Gegenwart und Zukunft aussehen kann. Durch die Einbindung eines solchen Blickfangs in das Stadtbild, der gleichzeitig als kulturelle Begegnungsstätte und Lernort für alle Altersgruppen fungiert, wird zudem dem vielfach geäußerten Wunsch der Bürger*innen nach mehr echtem Grün in Nürnberg Rechnung getragen.“

Mehr zum Projekt SDGs go local gibt es HIER!

Obwohl bisher nur auf dem Papier existent, bewegt der Weltacker bereits jetzt die Gemüter. Neben interessierten Nutzern von Schulen und Kitas, Sponsoren und sonstigen Unterstützern, interessiert sich nun auch die Technische Hochschule Nürnberg für das Projekt.

So wird der Weltacker durch zwei Forschungsprojekte wissenschaftlich begleitet werden – zu den Themen:

  • Ökologisierung der Ernährungssysteme und gesunde Ernährung im urbanen Umfeld

  • Potenzielle Standorte und deren städtebauliche integrative Wirkung und gestalterischen Möglichkeiten im Rahmen nachhaltiger Stadtplanung

Prof. Dr. Jan Niessen, Studiengangsleiter, Professur für Strategische Marktbearbeitung in der Biobranche und Allgemeine BWL:

„Das Konzept Weltacker verspricht vielfältige Potenziale und Mehrwerte, Menschen im urbanen Raum miteinander, mit der Natur und Lebensmittelerzeugung zu verbinden. Funktionen des Gemeinwesens und der Allmende können dort wieder entdeckt, gestärkt und kultiviert werden.“ 

Prof. Ingrid Burgstaller, Lehrgebiet Städtebau und Stadtplanung, Fakultät Architektur:

„Die spezifische Nürnberger Gartenkultur hat nicht nur bei den Hesperidengärten eine starke bürgerschaftliche Komponente - im Fokus steht die Suche nach den städtebaulichen Potentialen einer zeitgemäßen Transformation der Gartenidee.“

Mehr zum Forschungsprojekt zur Standortsuche für den Weltacker in Nürnberg gibt es HIER!

Haben Sie ein interessantes Projekt, möchten Sie selbst aktiv werden, sich mit uns und unseren Partnern vernetzen oder uns unterstützen?

 

​Kontaktieren Sie uns: ​+49 179 1019897,  info@innovationzukunft.org​​

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